Bücherschau Nr. 237

Bücherschau Nr. 237 Die Zeitschrift widmet sich u. a. Vea Kaiser, Julian Barnes und Giulia Caminito.

Spielfreude

In der Bücherschau 237 finden Sie interessante Autor:nnenporträts, Neuigkeiten über den Buchmarkt und zahlreiche Rezensionen. In der neuen Ausgabe sind Porträts von Vea Kaiser, Julian Barnes und Giulia Caminito zu entdecken. Neben einem Porträt der AK Bibliothek Tirol werden auch Non-Book-Medien in Bibliotheken vorgestellt, diesmal Edurino.

 

Vielstimmige Familien- und Gesellschaftsromane

Vea Kaiser avancierte bereits mit ihrem ersten Roman "Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam" (2012) und den folgenden vielstimmigen, humorvollen, überdrehten Familien- und Gesellschaftsromanen, die verspielt von Herkunft, Klassenzugehörigkeit, Migration und Erinnerung erzählen, zu einer der bekanntesten Autorinnen Österreichs. Christine Hoffer stellt die Autorin und ihr bisheriges Werk vor. Außerdem verrät Vea Kaiser anhand von drei Doppelfragen, wie sie Autorin geworden ist, welche Bedeutung Bücher für sie haben – und welche ihr besonders wichtig sind. 

Spannungsfeld zwischen Fakten und Fiktion

Auch die Bücher von Julian Barnes, der im Jänner seinen 80. Geburtstag feiern konnte, bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Fakten und Fiktion sowie Fragen von Zeit, Gedächtnis und Erinnerung in Bezug auf ihren Wahrheitsgehalt. Vor allem beschäftigt ihn das Thema der unzuverlässigen Erinnerung, der Verlässlichkeit von Geschichte und Biografien, wie die begeisterte Barnes-Leserin Karin Berndl in ihrem kenntnisreichen Porträt zeigt. 

 
Erzählfreude und Sozialrealismus verknüpft

Um Familiengeschichte(n) und gesellschaftliche Umbrüche drehen sich die in Italien vielgelesenen Bücher der jungen Autorin Giulia Caminito. Sie schildert historisches Geschehen aus weiblicher Perspektive und verknüpft dabei Sozialrealismus und Erzählfreude adäquat miteinander. Das Besondere an Caminitos Literatur, so Heimo Mürzl in seinem einfühlsamen Porträt, sind die unterschiedlichen Frauenfiguren jenseits italienischer Frauen-Klischees und der sozialrealistische Ansatz, der soziale und gesellschaftliche Umstände nie unberücksichtigt lässt und ein Italien und Rom abseits von Dolce Vita vorführt. 

Blick nach Tirol

Silke Rabus stellt in dieser Ausgabe die AK Bibliothek Tirol vor, die mit ihrem vielseitigen (auch digitalen) Angebot heute zu den größten öffentlichen Büchereien Tirols zählt. Und Alberta Krabacher-Kuprian (die Leiterin der AK Bibliothek Tirol) beantwortet drei Doppelfragen über ihr Verhältnis zu Büchern, warum sie Bibliothekarin geworden ist und welches Buch ihr besonders am Herzen liegt. Die Form der Doppelfragen an Autor:innen und Bibliothekar:innen soll übrigens in der "Bücherschau" weitergeführt werden.
 

Digitale Lernmedien für Kinder

In seiner insgesamt sechsteiligen Artikelserie in der "Bücherschau" über wichtige Non-Book-Medien, die in Bibliotheken angeboten werden, bringt uns anschließend Roman Huditsch mit Edurino eine neue Generation digitaler Lernmedien für die Kinderbereiche öffentlicher Bibliotheken nahe. Dabei verbinden kleine Figuren, ein ergonomischer Stift und eine Lern-App analoge und digitale Welten – und eröffnen Kindern ab vier Jahren spielerische Zugänge zu Lesen, Schreiben, Rechnen und Problemlösen. In den nächsten Ausgaben der "Bücherschau" folgen Vorstellungen von Filmen und Streaming, Musik, Spielen und Hörbücher.

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