Erbarmen

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  • Verlag: Secession Verlag Berlin
  • 24.03.2025
  • Buch
  • 500 Seiten
  • Hardcover
  • ISBN: 978-3-96639119-1
Bibliografische Daten
  • AutorInnen: Lídia Jorge
  • Buchtitel: Erbarmen
  • ISBN: 978-3-96639119-1
  • Verlag: Secession Verlag Berlin
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 500
  • Erscheinung: 24.03.2025
  • Einband: Hardcover
  • Format: 135 x 209 mm
  • Hersteller:

    Secession Verlag Berlin GmbH
    Pannierstr. 13
    DE-12047 Berlin

    Tel: +49 151 64600854
    E-Mail: ruzicska@secession-verlag.com
    URL: www.secession-berlin.com
Autor:innenbeschreibung
LÍDIA JORGE, geboren 1946 in Boliqueime im Süden Portugals studierte französische Literatur in Lissabon und verbrachte einige Jahre damit, während des Unabhängigkeitskampfes in Angola und Mosambik zu unterrichten. Sie lebt heute in Lissabon. Mit ihren ersten beiden Romanen gehörte sie zur Avantgarde der zeitgenössischen portugiesischen Literatur und hat seitdem zahlreiche renommierte Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten. 2021 nahm Lídia Jorge eine Professur an der Universität Genf an, auf die 2022 die Einrichtung des Lídia-Jorge-Lehrstuhls an der University of Massachusetts Amherst folgte. Ihr Roman »Erbarmen« wurde mit sechs renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der Médicis étranger 2023 und der Transfuge Prize for the Best Lusophone Novel 2023. Ihre Romane in deutscher Übersetzung waren bislang im Suhrkamp Verlag erschienen.
Produktbeschreibung
Dona Alberti sitzt im Rollstuhl, kann ihre Hände kaum noch benutzen und erzählt einem Aufnahmegerät aus ihrem Leben im Hotel Paraíso, einem Altenheim, wo sie aus freien Stücken lebt, seit ein banaler Unfall sie ihrer Selbständigkeit beraubt hat. Das sind die Koordinaten von Lídia Jorges jüngstem und vielleicht persönlichstem Roman. Die alte Dame erzählt von ihrem Alltag, den Auseinandersetzungen und Freundschaften mit jungen Pflegerinnen und anderen Mitbewohnern, ihrer heimlichen Liebe zu einem Mann, der kurz darauf stirbt, ihre nächtlichen Kämpfe mit einem Alter Ego, das ihr schwindendes Wissen herausfordert. Immer wieder kreisen ihre Gefühle um die schwierige Liebe zur Tochter, einer Schriftstellerin, der sie vorwirft, nur deshalb nicht reich und berühmt zu sein, weil sie vom Elend Namenloser erzählt, anstatt endlich Taten berühmter Menschen zu beschreiben. Der Generationskonflikt mit autobiographischen Zügen wird zum Verhandlungsort einer sozial fundierten Poetik. Der Roman wirft ein kritisches Licht auf unsere Gegenwart, vermeidet aber frontale Angriffe und stellt uns stattdessen geschickt vor grundsätzliche Fragen: Was ist Wissen in einer Zeit der totalen Verfügbarkeit von Information? Was zählt wirklich im Leben angesichts der Tatsache, dass wir alle dem Tod entgegengehen? Welche Funktion hat das geschriebene Wort in diesem Zusammenhang? Wer sich mit der Autorin auf die Suche nach Antworten begibt, gerät in einen subtil entfalteten Erzählstrom, der uns geschickt auch dort zu tragen vermag, wo wir den Wirklichkeiten des Lebens die Hand reichen müssen.
  30,90 EUR
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