Bücherschau Nr. 238

Bücherschau Nr. 238 Die Zeitschrift widmet sich u. a. Margaret Atwood, Birgit Birnbacher und Ingeborg Bachmann.

Große Autorinnen

In der Bücherschau 238 finden Sie interessante Autor:nnenporträts, Neuigkeiten über den Buchmarkt und zahlreiche Rezensionen. Diesmal sind in der neuen Ausgabe Porträts von Margaret Atwood, Birgit Birnbacher und Ingeborg Bachmann zu entdecken. Vorgestellt wird die Schulbibliothek Keimgasse in Mödling und der Umgang mit Non-Book-Medien in Bibliotheken, diesmal mit Filmen und Streaming.

 

Künstlerische Vielseitigkeit

Die kanadische Autorin Margaret Atwood war in den letzten Jahren immer im Favoritenkreis um den Literaturnobelpreis. In ihrer künstlerischen Vielseitigkeit und Offenheit, ihrem Kampfgeist und ihrer Streitbarkeit ist sie tief geprägt und verwurzelt in der Kultur ihres Herkunftslands. Karin Berndl zeigt in ihrem Porträt, wie sehr sie mit ihren großen, eingängigen Romanen anderen Mut macht und sich bei aller Kritik an den gesellschaftlichen Umständen "selbst nie aus der Verantwortung nimmt – weil sie weiß, dass wir immer auch ein Teil des vermeintlich Anderen sind".

Illusionslos, klar, präzise

Birgit Birnbacher ist mit einem soziologisch-literarischen Blick ausgestattet und führt in ihren Romanen auf lesenswerte Weise vor, dass unser Gesellschaftssystem aus unverwechselbaren Menschen vor allem funktionierende Wirtschaftssubjekte machen will. "Sie tut das illusionslos, klar und präzise, aber immer mit der Gabe der empathischen Beobachtung", so Heimo Mürzl in seinem Porträt der Salzburger Autorin. Ihre Romanfiguren sind Menschen, die auf die eine oder andere Art und Weise aus der Norm fallen, "die sich schwer tun in der Welt, die sie vorfinden. Und die Gesellschaft tut sich schwer mit ihnen". Zudem beantwortet Birgit Birnbacher drei Doppelfragen und erzählt, wie sie Autorin geworden ist, welche Bedeutung Bücher für sie haben – und verrät ihre Lieblingsautor:innen. 

Wache politische Intellektuelle

Rund um ihren 100. Geburtstag im Jahr 2026 hat sich der Blick auf Ingeborg Bachmanns Werk und Person spürbar verändert. Diese neue Perspektive hängt eng mit den zahlreichen Neuerscheinungen zusammen. Neue Biografien, große editorische Projekte und umfangreiche Briefwechsel zeigen sie nicht mehr nur als tragische, empfindsame Dichterin oder als "Muse" von berühmten Männern, sondern auch als wache politische Intellektuelle und Autorin sowie als genau analysierende Beobachterin ihrer Zeit. Christine Hoffer gibt in dieser Ausgabe einen Überblick über diese neuen Perspektiven auf Ingeborg Bachmanns Leben und Werk.

Neues aus den Bibliotheken

Silke Rabus stellt in dieser Ausgabe die Schulbibliothek Keimgasse in Mödling vor, die sich nach einem Umbau als moderner und attraktiver Lese- und Aufenthaltsort präsentiert. Deren Leiterin Renate Weimann beantwortet ebenso drei Doppelfragen, um sich solcherart als Leserin und Bibliothekarin vorzustellen. In seiner insgesamt sechsteiligen Artikelserie in der "Bücherschau" über wichtige und begehrte Non-Book-Medien, die in Bibliotheken angeboten werden, widmet sich Roman Huditsch dem Thema "Filme und Streaming in Bibliotheken". Während die Ausleihen physischer Filme seit Jahren rückläufig sind, eröffnen Streaming-Angebote neue Chancen für Bibliotheken. Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen – und wichtige praktische Ansätze für den Bibliotheksalltag.

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