Dacia Maraini ausgezeichnet

Dacia Maraini ausgezeichnet Die italienische Autorin erhält den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels 2026.

Brücken bauen 

Die italienische Schriftstellerin Dacia Maraini ist die diesjährige Preisträgerin des Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln. Die Preisverleihung findet am 22. November 2026 im Rahmen der Europäischen Literaturtage in Krems statt.

Eine Auswahl der lieferbaren Titel von Dacia Maraini finden Sie hier.

Stimme für die europäische Idee 

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) verleiht Dacia Maraini den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2026. Er zeichnet damit eine Autorin aus, die "der europäischen Idee durch ihr Leben und ihr Werk eine unverwechselbare Stimme gegeben hat", begründet HVB-Präsident Benedikt Föger den Entscheid der Jury. "Seit mehr als sechs Jahrzehnten zählt Dacia Maraini zu den bedeutendsten Autorinnen Italiens. In Romanen, Erzählungen, Gedichten und Theaterstücken hat sie jenen eine Stimme verliehen, die allzu oft übersehen werden: Frauen, Ausgegrenzten, Benachteiligten und den Opfern von Gewalt." 

Feministische Pionierin

Dacia Maraini – geboren 1936 in Fiesole, aufgewachsen in Japan und Sizilien – ist eine der wichtigsten Stimmen Italiens sowie feministische Pionierin. Aufgrund der antifaschistischen Haltung der Eltern war sie in einem japanischen Gefangenenlager interniert und hatte die frühe Erfahrung von Hunger. Sie war eine der Ersten, die über Gewalt an Frauen schrieb, begründete experimentelle Theater, reiste mit P. P. Pasolini für Filmprojekte nach Afrika und schrieb Drehbücher u. a. für Margarethe von Trotta. Im Folio Verlag erschienen: "Das Mädchen und der Träumer" (2017), "Drei Frauen" (2019), "Die stumme Herzogin" (2020/2026), "Trio" (2021), "Tage im August" (2024), "Ein halber Löffel Reis" (2025), "Ragazze di Palermo" (2026). 

Über den Preis

Der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ist die höchste Auszeichnung, die der österreichische Buchhandel zu vergeben hat. Er wird an Personen vergeben, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Art und Weise eingesetzt haben und somit einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa geleistet haben. Erstmals ging der Ehrenpreis 1990 an Milo Dor, zuletzt wurde 2025 Eva Menasse geehrt. Die Auszeichnung wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) ausgerichtet. 

Foto: Dacia Maraini (c) Mauro Raffini

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