Erich Fried Preis 2026

Erich Fried Preis 2026 Die Auszeichnung geht heuer an den Autor Fiston Mwanza Mujila.

Leben, Träumen und Denken

Der in Graz lebende und aus dem Kongo stammende Schriftsteller Fiston Mwanza Mujila erhält den Erich Fried Preis 2026. Die literarische Auszeichnung wird durch die Internationale Erich Fried Gesellschaft vergeben und jährlich von einem oder einer Einzeljuror:in entschieden. In diesem Jahr war es die deutsche Schriftstellerin und Verlegerin Daniela Seel.

 

Musik und Stimme

"Fiston Mwanza Mujila verbindet in seinen Texten auf begeisternde Weise Leben, Träumen und Denken, die alltäglichen Abgründe und Aufschwünge des Menschen, immer eingewoben in Musik und das Flüstern, Lachen, Spotten, Jammern, Fluchen, Jauchzen, Rauschen, Kosen und Loben der menschlichen Stimme", begründet der alleinige Jurorin Daniela Seel ihre Wahl. "Fiston Mwanza Mujila zu lesen oder performen zu hören, führt an die Grundfragen unserer Existenz und unseres Zusammenlebens in all unserer Gemachtheit aus Hoffnung, Traum, Liebe, Hybris, Gewalt und Geschichte."

 

Über den Autor

Fiston Mwanza Mujila kam 1981 in Lubumbahi (Kongo) zur Welt. Der Schriftsteller lebt und arbeitet seit Jahren in Graz. Mwanza Mujila schreibt Lyrik, Prosa und Theaterstücke und unterrichtet Literaturen afrikanischer Länder an der Universität Graz. Für seinen 2016 auf Deutsch erschienenen Debütroman "Tram 83" (Zsolnay) erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. 2022 erschien "Tanz der Teufel", ebenfalls bei Zsolnay. "Kasala für meinen Kaku" erschien 2022 im Ritter Verlag.

 

Über den Preis

Seit 1990 vergibt die Internationale Erich Fried Gesellschaft den Erich Fried Preis. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport gestiftet und ist mit 15.000 Euro dotiert. Zu den Preisträger:innen der letzten Jahre zählen unter anderen Teresa Präauer, Steffen Mensching, Esther Kinsky, Frank Witzel, Melinda Nadj Abonji, Thomas Kunst, Urs Allemann und zuletzt Cemile Sahin. Die Preisverleihung findet am 15. November 2026 um 11 Uhr im Literaturhaus Wien statt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

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