Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026

Die Auszeichnung geht an den französisch-britischen Autor Philippe Sands. 

Frieden und Gerechtigkeit

Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für das Jahr 2026. Die Verleihung findet am 11. Oktober 2026 in der Frankfurter Paulskirche statt.

Wichtige intellektuelle Stimme

"Als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit setzt sich der französisch-britische Jurist und Schriftsteller für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein", heißt es in der Begründung des Stiftungsrats über die Verleihung des Friedenspreises an Philippe Sands. "Der Nachkomme von Holocaustüberlebenden zeigt entlang der eigenen Familiengeschichte, wie dieses Recht entstanden ist und welche Erfahrungen hinter den Tatbeständen 'Genozid' und 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' stehen."

Engagierter Autor und Humanist

Philippe Sands, geboren 1960 in London, ist Jurist und Professor für Internationales Recht am University College London sowie Gastprofessor an der Harvard Law School. Er arbeitet am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und wirkte als einer der gegenwärtig wichtigsten Menschenrechtsanwälte an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mit, unter anderem im Zusammenhang mit Augusto Pinochet und dem Chagos-Archipel.

Neben der Veröffentlichung juristischer Fachbücher und Aufsätze ist Philippe Sands seit 2016 auch als literarischer Sachbuchautor tätig. Besonders bekannt wurde er durch "Rückkehr nach Lemberg" (dt. 2018), "Die Rattenlinie" (2020), "Die letzte Kolonie" (dt. 2023) und "Die Verschwundenen von Londres 38" (2025), für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Foto: © Philippe Sands

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