Melden Sie sich für unseren kostenfreien Newsletter an.
Georg-Büchner-Preis 2026
Die Auszeichnung geht an die deutsche Autorin Christine Wunnicke.Zwischen Fakt und Erfindung
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung vergibt den Georg-Büchner-Preis 2026 an die deutsche Autorin Christine Wunnicke. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 24. Oktober 2026 in Darmstadt verliehen.
Unbekümmerter Eigensinn
"Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2026 Christine Wunnicke für ihr stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk, das an so unterschiedlichen Schauplätzen wie Hollywood, Nagasaki oder Paris angesiedelt ist", begründet die Jury ihre Entscheidung. "Die Verblüffungskraft dieses Œuvres, sein unbekümmerter Eigensinn, die unbeirrbare Arbeit eines Vierteljahrhunderts beeindrucken die Leserinnen und Leser, die mit jedem Buch in eine neue faszinierende Auseinandersetzung zwischen Fakt und Erfindung verwickelt werden."
Über die Preisträgerin
Christine Wunnicke kam 1966 in München zur Welt und absolvierte ein Studium der Linguistik, Altgermanistik und Psychologie in Berlin und Glasgow. In den frühen 1990er-Jahren begann sie mit der Veröffentlichung von Hörspielen und Radioarbeiten, bevor sie mit "Fortescues" Fabrik (1998) und "Jetlag" (2000) ihre ersten Romane vorlegte. In ihrem literarischen Werk widmet sie sich seither außergewöhnlichen historischen Persönlichkeiten und besonderen Wissensgebieten, wobei ihre Geschichten häufig in den Jahrhunderten der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts verankert sind. Für den Roman "Die Dame mit der bemalten Hand" aus dem Jahr 2020 wurde sie mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis geehrt. Ihr jüngster Roman "Wachs" (2025, Berenberg Verlag), eine im Frankreich des 18. Jahrhunderts angesiedelte Erzählung, wurde für die Shortlist des Deutschen Buchpreises ausgewählt.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Foto: © Christine Wunnicke, Foto: Gene Glover