Staatspreis für Europäische Literatur 2026

Staatspreis für Europäische Literatur 2026 Die Auszeichnung ging an die portugiesische Autorin Lídia Jorge.

Vielseitig und verzweigt

Der vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport vergebene Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur geht heuer an die portugiesische Autorin Lídia Jorge.

Lieferbare Bücher von Lídia Jorge finden Sie in unserem Webshop.

 

Kritik am europäischen Kolonialismus

"Lídia Jorge zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Stimmen der portugiesischen Literatur", begründet die Jury ihre Entscheidung. "In den bald fünfzig Jahren ihrer schriftstellerischen Tätigkeit hat sie nicht nur dreizehn Romane verfasst, sondern auch einige Kinderbücher, Erzählungen, Theaterstücke, Gedichte und Essays, die ins Spanische, Französische, Englische und Deutsche übersetzt wurden." Und weiter: "Die Kritik am europäischen Kolonialismus gehört zu den Grundthemen der Literatur von Lídia Jorge, ebenso wie die Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit und Armut, mit der Diskriminierung von Frauen, mit Rassismus oder mit der portugiesischen Nelkenrevolution von 1974." 

Wertschätzung des Lebens

"Lídia Jorge ist eine der profiliertesten Schriftstellerinnen der europäischen Gegenwartsliteratur, ihr Werk ist ebenso vielseitig und verzweigt, wie ihre Themen bedeutend und allgegenwärtig sind", ergänzt der Bundesminister für Kunst und Kultur und Vizekanzler Andreas Babler: "Seit vielen Jahrzehnten setzt sie sich mit ihren Texten in hochpoetischer Weise für die Gleichheit der Menschen und die Wertschätzung des Lebens ein.“ 

Über den Preis

Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur wird seit 1965 für das literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines europäischen Autors verliehen, das international besondere Beachtung gefunden hat. Dies muss durch Übersetzungen dokumentiert sein, zudem muss das Werk auch in deutschsprachiger Übersetzung vorliegen. Der Preis ist mit € 25.000 dotiert. Die Preisverleihung erfolgt durch den Bundesminister für Kunst und Kultur und Vizekanzler Andreas Babler traditionell im Rahmen eines Festaktes während der Salzburger Festspiele. Zuletzt ging der Preis an Joanna Bator, Mircea Cărtărescu, Andrzej Stasiuk, Karl Ove Knausgård, Zadie Smith, Michel Houellebecq, Drago Jančar, László Krasznahorkai, Ali Smith, Marie NDiaye und Serhij Zhadan.

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