Hohe Auszeichnung für Navid Kermani

Die Würde des Einzelnen
Der in Köln lebende Schriftsteller Navid Kermani ist diesjähriger Träger des Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln. Die Preisverleihung findet am 21. November 2021 im Rahmen der 13. Europäischen Literaturtage in Krems statt.
Ausgewählte Bücher von Navid Kermani finden Sie in unserem Webshop.
Haltung zeigen
Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) verleiht Navid Kermani den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2021. "Sowohl in seinem wissenschaftlichen Werk wie auch in seinen Romanen, Reportagen und Reden eröffnet Navid Kermani seinen LeserInnen einen profunden Blick auf wenig beachtete Lebens- und Erfahrungswelten", begründet HVB-Präsident Benedikt Föger den Entscheid der Jury. "Seine Literatur ist im besten Sinn transreligiös und transkulturell und zeigt Haltung im Angesicht von Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Kermani steht damit für die Würde des Einzelnen ein – unabhängig von Herkunft oder religiösem Bekenntnis. Sein Engagement für eine offene, tolerante Gesellschaft und sein konsequenter Einsatz für die Menschenrechte und den Frieden machen ihn zu einem idealen Preisträger."
Vielfach ausgezeichnet
Navid Kermani lebt als freier Schriftsteller in Köln und wurde für seine Romane, Essays und Reportagen vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis sowie dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinen aktuellen Werken zählen "Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan" und "Ungläubiges Staunen. Über das Christentum". Im Juli erscheint sein Buch "Morgen ist da", eine Sammlung seiner bedeutendsten Reden, auch als Softcover-Ausgabe.
Über den Preis
Der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ist die höchste Auszeichnung, die der österreichische Buchhandel zu vergeben hat. Er wird an Personen vergeben, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Art und Weise eingesetzt haben und somit einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa geleistet haben. Erstmals ging der Ehrenpreis 1990 an Milo Dor, zuletzt wurde 2020 A. L. Kennedy geehrt. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtet.
Foto: Navid Kermani (c) Dietrich Kühne/Kroesing Media