Wissenschaftsbuch des Jahres 2021

Das Publikum hat entschieden
Die Wahl zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2021 ist entschieden. Die Siegerplätze in vier Kategorien teilen sich diesmal zwei Forscher aus Deutschland, eine Künstlerin aus Polen und ein Wissenschaftler aus Österreich. Die vier Siegertitel sehen Sie hier im Überblick, insgesamt standen 66 Titel auf der Longlist und 20 Bücher auf der Shortlist.
Alle nominierten Bücher finden Sie in unserem Webshop.
Naturwissenschaft & Technik
Thomas Hofmann untersucht in seinem Buch "Abenteuer Wissenschaft. Forschungsreisende zwischen Alpen, Orient und Polarmeer" (Böhlau) den Alltag von Naturforschern: Was erleben sie bei ihrer Arbeit auf hoher See, im Polarmeer oder in den Bergen? Wie überstehen sie Flauten oder Taifune im Ozean? Und welche Emotionen erfahren sie bei unerwarteten Ereignissen und Gefahren?
Medizin & Biologie
In seinem Titel "Vertrauen. Die unsichtbare Macht" (S. Fischer) analysiert der Philosoph Martin Hartmann, warum das Vertrauen in Politik, Wissenschaft oder Liebe in einer Krise steckt und wieso sich so viele Menschen von Medien, Parteien oder Unternehmen betrogen fühlen. Zusätzlich zeigt er vertrauensbildende Maßnahmen auf, die gegen Unsicherheit und Stillstand helfen sollen.
Geistes-, Sozial- & Kulturwissenschaft
Martin Schröder, Professor für Soziologie, stellt in "Wann sind wir wirklich zufrieden?" (C. Bertelsmann) die größte Langzeitstudie mit mehr als 600.000 Befragungen zum Thema Zufriedenheit vor. Seit 1984 wurden jährlich knapp 85.000 TeilnehmerInnen befragt, mit Hilfe von Grafiken hat Schröder die Antworten nun im Detail ausgewertet und dabei überrachende Erkenntnisse gewonnen.
Junior-Wissensbücher
Mit ihrem Titel "Ausgestorben. Das Buch der verschwundenen Tiere" (Ravensburger) zeigt Nikola Kucharska auf, wie wichtig es ist, bedrohte Arten zu schützen und zu bewahren. Denn Jahr für Jahr verschwinden Tausende Tierarten für immer von unserem Planeten. Das aufwendige illustrierte Buch widmet sich daher all jenen Lebewesen, die heute nicht mehr in der freien Natur gesichtet werden. Die wissenschaftlichen Beiträge stammen von Katarzyna Gladysz, Joanna Wajs und Pawel Laczek.
Alles über den Preis
Die Wahl zu den besten Wissenschaftsbüchern des Jahres erfolgt in einem mehrstufigen Prozess, der vom Verlag Buchkultur geleitet wird. Zunächst wird die Longlist erstellt, daraus wählt eine Expertenjury mit jeweils fünf Büchern in vier Kategorien die Titel der Shortlist aus. Aus diesen werden im Anschluss in einer Publikumswahl die Siegertitel ermittelt. Bei der Wahl 2021 wurden mehr als 11.000 Stimmen für die vier Bücher abgegeben.
Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Science Talks online im März statt. Weitere Informationen über den Preis erhalten Sie hier.